FASSGELAGERTE

FASSGELAGERTE

RARITÄTEN AUS DEM FASS.
 

In Fässern gereifte Obstbrände gehören zu den grossen Raritäten auf dem Destillatmarkt. Was in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen hat, praktizieren wir schon seit längerem: den Ausbau in vorher bereits für den Weinbau genutzten Fässern, seien es Rotwein-, Süsswein- oder Sherry-Fässer.

Ein Schweizer Küfer baut diese für uns um und legt so den Grundstein für die Aromafülle, welche durch die Lagerung entstehen kann: Die Fruchtnoten werden ergänzt durch Aromen des Holzes und der zuvor in den Fässern gelagerten Weine. Eine komplexe Geruchs- und Geschmackssymphonie entsteht.

Mit Fässern und Lagerzeiten zu experimentieren, eröffnet eine ganz neue Vielfalt an Geschmackskombinationen von Destillaten. Wurden früher nur Cognac, Calvados und Whisky in Fässern ausgebaut, ist es heute die ganze Bandbreite von Obstbränden, die in neuen oder bereits verwendeten Fässern weiter veredelt wird.

Daraus ist eine neue Kategorie von Edelbränden entstanden, die „Fassgelagerten“. Sie sind gekennzeichnet durch etwas mehr Süsse, Dichte und Komplexität. Fassgelagerte Brände, die sich gut mit Zigarren kombinieren lassen – vorzugsweise mit einem Alkoholgehalt zwischen 44 und 46 Volumenprozent  –, nennt man daher auch Zigarrenbrände. Sie weisen eine hohe Aromadichte auf.
Manufaktor-Brände werden in kleinen Fässern gelagert, in denen vorgängig Sherry, Muskateller, Rotwein oder Whisky reifte. Nach sechs, zwölf oder achtzehn Monaten werden sie dem Fass entnommen und abgefüllt, so dass Grund- und Fassnoten sich gegenseitig optimal ergänzen.

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